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Steuerbescheide und Corona

Veröffentlicht von Stritter & Partner GbR am 14.04.2020

Steuerbescheide

 

 

Verzögerungen in der Bearbeitung von Steuerbescheiden aufgrund von Corona möglich


Die Finanzämter haben mit der Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2019 begonnen. Soweit Fristverlängerungen in Bezug auf die Steuererklärungen 2018 je nach Landesrecht bis einschließlich Februar 2020 gewährt wurden, sind auch diese Steuerbescheide betroffen:

 

Aufgrund des Corona-Virus dauert die Bearbeitung aktuell länger. Dies teilen die Landesämter für Steuern landesübergreifend nunmehr mit.

 

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe:

 

Die Besetzung in den Finanzämtern ist – wie in vielen anderen Behörden und Betrieben – erheblich ausgedünnt. Die Einschränkungen sind daher auch in der Steuerverwaltung deutlich spürbar.
Zurzeit erreicht die Finanzämter zudem eine Antragsflut u.a. wegen Stundungen und Anpassungen von Vorauszahlungen. Die Finanzämter bitten daher darum, möglichst von Rückfragen (insbesondere telefonischen) abzusehen und sich nur in wichtigen und besonders dringenden Fällen an ihr Finanzamt zu wenden, damit genügend Zeit bleibt, die Anträge und Steuererklärungen zu bearbeiten.

 

 

Fristverlängerungsanträge für die Steuererklärung

 

Die Finanzbehörden teilen mit, dass in Zeiten des Corona-Virus eine Fristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung beantragt werden kann. In den Fällen rückwirkender Fristverlängerungen werden auf Antrag auch bereits festgesetzte Verspätungszuschläge erlassen.

 

Für   die   Abgabe von Erklärungen (inkl. Gewinnermittlungen) in allen steuerlich beratenen Fällen für den Veranlagungszeitraum 2018 (zunächst) erfolgt die Fristverlängerung bis zum 31.  Mai 2020. Individuelle Fristverlängerungsanträge müssen nicht gestellt werden. Verspätungszuschlägen werden bei Erklärungsabgabe bis zum 31. Mai 2020 nicht festgesetzt.

 

 

Anträge auf Stundung von fälligen Steuern und Anträge auf Stundung von Steuervorauszahlungen, Umsatzsteuervorauszahlung

 

Betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern und Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer stellen.

 

Bereits gezahlte Umsatzsteuer – Sondervorauszahlungen können bei Vorliegen der Voraussetzungen zurückerstattet werden.  

 

 

Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen hinsichtlich fällig gewordener bzw. fällig werdender Steuern

 

Betroffenen Personen und Unternehmern gegenüber kann mit Bezug auf den Coronavirus von Vollstreckungsmaßnahmen bis 31.12.2020 bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werden der Steuern abgesehen werden. Für diesen Fall soll auch auf verwirkte Säumniszuschlage für diese Steuern bis 31.12.2020 erlassen werden können.



Zuletzt geändert am: 15.04.2020



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