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Quarantäne Entschädigung nach IfSG

Veröffentlicht von Stritter & Partner GbR am 14.04.2020

Quarantäne

 

 

Sie wurden von den Behörden wegen Corona unter Quarantäne gestellt - steht Ihnen ein Anspruch auf Entschädigung zu?

 

Ja, wer aufgrund behördlicher Anordnung aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) unter Quarantäne gestellt wird oder ein Tätigkeitsverbot erhält und einen Verdienstausfall erleidet, erhält grundsätzlich eine Entschädigung nach § 56 IfSG. Berechtigt sind Arbeitnehmer, Selbständige und Freiberufler.

 

Die Höhe richtet sich innerhalb der ersten 6 Wochen nach dem Verdienstausfall (Netto-Arbeitsentgelt). Danach ermittelt sich die Höhe nach dem Krankengeld gem. § 47 Abs. 1 SGB V. In den ersten 6 Wochen zahlt der Arbeitgeber das Entgelt an den unter Quarantäne stehenden Arbeitnehmer aus, erhält jedoch die Erstattung vom Bundesland.

 

Für Selbständige und Freiberufler gilt dies entsprechend; sie erhalten bei einer Existenzgefährdung auf Antrag auch Mehraufwendungen erstattet, sowie in angemessenem Umfang die Erstattung der weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgabe. (§ 56 Abs. 4 IfSG).

 

Die Anträge sind spätestens innerhalb von 3 Monaten nach Ende der Quarantäne zu stellen.

 

Weitergehende Informationen und Antragsformulare:

 

Rheinland-Pfalz:
https://lsjv.rlp.de/de/unsere-aufgaben/gesundheit/oeffentliches-gesundheitswesen/aufgaben-nach-dem-infektionsschutzgesetz/


Hessen:
https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7023.htm

 

Neu: Online-Antrag:
https://ifsg-online.de/antrag-taetigkeitsverbot.html

 

 

Unternehmer sollten daneben zusätzlich prüfen, ob sie die Vorraussetzungen zum Erhalt von staatlichen Zuschüssen oder Krediten erfüllen, oder Kurzarbeitergeld beantragen können.

 



Zuletzt geändert am: 28.04.2020



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