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Erbschaftskosten

Veröffentlicht von Stritter & Partner GbR am 24.05.2020

Bundesfinanzhof: Erbschaftskosten sind steuerlich absetzbar


BFH Urteil vom 06.11.2019, Az. II R 29/16: Die Kosten eines Zivilprozesses, in dem ein Erbe vermeintliche zum Nachlass gehörende Ansprüche des Erblassers geltend gemacht hat, sind als Nachlassregelungskosten bei der Erbschaftsteuer gemäß § 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 1 ErbStG abzugsfähig. § 10 Abs. 6 Satz 1 ErbStG steht dem Abzug nicht entgegen.


BFH Urteil vom Urteil v.om 09.07.2013, Az. IX R 43/11: Erbauseinandersetzungskosten (Notar- und Grundbuchkosten) sind als Anschaffungsnebenkosten i.S. des § 255 Abs. 1 Satz 2 HGB bei der Einkommensteuer im Wege der AfA (= Absetzung für Abnutzung; Abschreibung) abziehbar, wenn sie der Überführung der bebauten Grundstücke von der fremden in die eigene Verfügungsmacht und damit der alleinigen Verwirklichung des Tatbestands der Einkunftserzielung dienen.


BFH Urteil vom 19.06.2013, Az. II R 20/12:  Aufwendungen für die Erstellung eines Sachverständigengutachtens zum Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts eines zum Nachlass gehörenden Grundstücks sind im Rahmen des Erbschaftsteuerverfahrens als Nachlassverbindlichkeit abzugsfähig, wenn sie in engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit dem Erwerb von Todes wegen anfallen.


BFH Urteil vom 09.12.2009, Az. II R 37/08: Die Kosten einer Erbauseinandersetzung sind gemäß § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG als Nachlassverbindlichkeiten bei der Erbschaftsteuer abzugsfähig (z.B. Anwalts- und Gerichtskosten, Notarkosten). Dazu gehören auch die Aufwendungen für die Bewertung der im Nachlass befindlichen Grundstücke durch Sachverständige.

 



Zuletzt geändert am: 24.05.2020



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