Gestaltungstipps für Internationale Verträge

Machen Sie Ihre AGB und Verträge fit für den internationalen Geschäftsverkehr!

 

Immer häufiger agieren Unternehmen grenzüberschreitend im internationalen Rechtsverkehr, um ihre Produkte und Leistungen im Ausland abzusetzen. Das internationale Rechtsgeschäft bedarf jedoch spezieller Anforderungen, damit Sie im Fall eines Konflikts die besseren Karten zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche oder zur Abwehr von Forderungen haben. Der Heimvorteil will genutzt sein und kann zudem zu einer Hemmschwelle Ihres Vertragspartners werden, überhaupt gegen Sie aktiv zu werden.

 

Wir beraten Sie gerne bei der Ergänzung oder erstmaligen Erstellung Ihrer internationalen Verträge/AGB, damit Sie auf der sicheren Seite sind.

 

 

Die wichtigsten Stellschrauben für Ihre Auftragsbestätigung aus der Praxis:

 

 

1. Rechtswahl / UN-Kaufrecht

 

Wählen Sie im Vorfeld ein bestimmtes anwendbares Recht, damit nicht die gesetzlichen Regelungen zu einem im Einzelfall für Sie nachteiliges Recht führen. Auch bietet sich an, die Rechtswahl mit einer Gerichtsstandsvereinbarung zu harmonisieren.
Bei deutschen Verkäufern wird in der Regel das UN-Kaufrecht automatisch anwendbar sein. Wer dies nicht wünscht, sollte dessen Anwendbarkeit ausdrücklich ausschließen.

 

 

2. Erfüllungsorte / Incoterms

 

Legen Sie die Erfüllungsorte für Warenlieferungen, Leistungen oder Zahlungen fest, damit hier keine Überraschungen entstehen. Mithilfe von klaren Regelungen wie z.B. den Incoterms (Internationale Handelsklauseln) können Sie einfach und für Ihren Geschäftspartner verständlich die gewünschten Lieferbedingungen vereinbaren. Nähere Informationen finden Sie in unserem Artikel "Incoterms 2010 - Internationale Handelsklauseln".

 

 

3. Gewährleistung / Garantien

 

Lassen Sie prüfen, welche Gewährleistungsfristen und –rechte für Ihren internationalen Vertrag gelten und wie etwaige Garantien international verstanden werden dürfen. Dabei sollte eindeutig bestimmt werden, ob eine echte Garantie oder nur die gesetzliche Gewährleistung eingreifen soll. Die englischen Begriffe "guaranty" und "warranty" sollte daher klargestellt werden.

 

 

4. Zinsen

 

Fälligkeits- und Verzugszinsen für Ihre Geldforderungen sollten zur Sicherheit der Höhe nach definiert werden, um bei möglicherweise langwierigen Gerichtsverfahren eine zusätzliche "Entlohnung" zu erhalten.

 

 

5. Gerichtsstand

 

Wählen Sie die Gerichte eines bestimmten Landes oder Ortes, damit über den Gerichtsstand Klarheit besteht und Sie bei dem dortigen Gericht Ihre Ansprüche geltend machen können. Dabei sollte unbedingt auf die Vereinbarung eines ausschließlichen Gerichtsstands geachtet werden, um bestehende gesetzliche Gerichtsstände zu derogieren.
 

 

 

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